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Altersbestimmung nach Zahnzementablagerung 1963 stellte Mitchell das altersbedingte Wachstum des Zementmantels an Zahnwurzeln fest und nutzte diesen Vorgang zur Altersschätzung. Die Dentinzuwächse weisen jahreszeitlich unterschiedliche Strukturen auf und lassen dadurch ringähnliche Zonen erkennen. Am besten geeignet für diese Untersuchungen erscheint der M 1, der zwischen den Wurzeln quer aufgeschnitten und geschliffen werden muss. Die auswertbaren Bereiche befinden sich in den Rundungen zwischen den Wurzelhälsen. Die Längsschliffe durch das Wurzelzementkissen lassen die „Jahreszonen“ erkennen, deren Zahl zur Altersschätzung um ein Jahr (Kälberjahr) erhöht werden kann. Diese Altersbestimmung nach der Schichtung von Zahnsediment ist nach der Eidmann´schen Zahnschliffmethode der Schneidezähne zur zuverlässigen Methode geworden. Sie hat im Vergleich zur Bestimmung nach der Ablagerung des Ersatzdentins den Vorteil, dass sie bis ins hohe Alter des Rotwildes brauchbare Resultate liefert. Sie hat aber den Nachteil, dass die Schliffe nur im Labor durchgeführt werden können. Die Bewertungskommission der Hegegemeinschaft der Rotwildjäger im Riedforst folgt bei der Altersbestimmung der Hirsche auf Vorstandsbeschluss der Hegegemeinschaft seit über 10 Jahren den Ergebnissen, die die von Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun dankenswerterweise vorgenommenen mikroskopischen Untersuchungen bei der Ablagerung von Zahnzement im M 1 erbringen.